Dienstag, 10. Mai 2016

Posting 26 - Geschlosse Fonds - eine verlustreiche Bilanz / update per Dez. 2025 
 
Statt Gewinnen bescherten Beteiligungen an Immobilien-, Schiffs-, Umwelt-, Private Equity- und Medienfonds Anlegern Milliarden­verluste. Das ist das ernüchternde Ergebnis einer "Finanztest"-Unter­suchung von 1.139 geschlossenen Fonds, die seit 1972 bis heute aufgelegt wurden. Nur mit großem Glück erwischten Anleger einen Fonds, der seine Prognosen erreichte. Insgesamt haben jedoch nur mickrige 6 Prozent der Fonds ihre Gewinn­prognosen erfüllt.

Im Schnitt erlitten Anleger mit den geprüften Beteiligungen auf Basis ihres einge­setzten Kapitals bei 57 Prozent der Immobilienfonds, 62 Prozent der Umwelt­fonds, 81 Prozent der Schiffs­fonds und 96 Prozent der Medienfonds einen teilweisen oder sogar voll­ständigen Verlust ihres angelegten Kapitals.

Durch unhaltbare Versprechungen von Banken und Finanzvertrieben bedrohte Anleger müssten sich eigentlich bei Ex-Finanzminister Peer Steinbrück bedanken, der zum 10. November 2005 die Steuervorteile für geschlossene Fonds gekippt hat - und damit dem Anlegerschutz (unbeabsichtigt) einen großen Dienst erwiesen hat, indem ein zentrales Verkaufsargument entzogen wurde.

[ Anmerkung: "Finanztest" hat eine Vorsteuer-Betrachtung angestellt, so dass auf Einzelanleger-Ebene eingetretene Verluste ggf. durch entlastende Steuervorteile verringert wurden. Auch dürften neuere Beteiligungen ab 2013 eine günstigere Risikostruktur aufweisen.]

Der Einsatz geschlossener Fonds ist - auch nach zwischenzeitlicher Einführung erhöhter Sicherheitsanforderungen ab 2013 - weiterhin als riskant einzustufen und meist überflüssig. Jedenfalls sollte der Anteil an einem Privatanleger-Portfolio nicht mehr als etwa 5% betragen.
 
 
 
 Geschlossene Fonds - Die schlimme Bilanz einer Branche

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